
Aktuelles aus unserem Moorbüffel-Projekt
Mit dem Moorbüffel-Projekt setzen wir uns dafür ein, Moore zu schützen, Wasserbüffel in Brandenburg bekannter zu machen und gleichzeitig neue, nachhaltige Wertschöpfungsketten zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung und Gastronomie aufzubauen. Unter dem Motto „Sanfte Riesen für den Moorschutz“ vernetzt das Projekt Landwirt:innen, Metzgereien und Köch:innen, um Wasserbüffel auf die Weiden – und perspektivisch auch auf die Teller – zu bringen. Warum Wasserbüffel dabei eine so zentrale Rolle spielen, welche Ziele das Projekt verfolgt und wer dahintersteht, haben wir auf unserer Projektseite ausführlich zusammengefasst.
Was sich getan hat:
Aufmerksamkeit für das Moorbüffel-Projekt
Wasserbüffel auf Moorflächen zu halten ist aktiver Klimaschutz. Moore speichern weltweit doppelt so viel CO₂ wie Wälder – aber nur, wenn sie nass sind. Durch Wiedervernässung bleiben sie als Kohlenstoffspeicher erhalten. Auf diesen Flächen können Wasserbüffel nachhaltig gehalten werden. Weil dieser Zusammenhang noch wenig bekannt ist, macht das Moorbüffelprojekt diese Form des Klima- und Naturschutzes sichtbar:
Auf regionalen Veranstaltungen wie dem Festessen in Werder (Havel) und dem Brandenburger Schlachtfest war das Projekt mit Informationsständen vertreten. Dabei wurde schnell deutlich: Die Besucher:innen sind sehr interessiert am Thema und ließen sich kleine Kostproben schmecken!
Auch Olaf Scholz informierte sich über die Vorteile der Wasserbüffelhaltung für den Klimaschutz: Im Herbst besuchte er im Rahmen des Kombi Projekts den Moorbüffelhof Biohof Werder und bekam Informationen zu der Rolle unserer sanften Riesen für den Moorschutz.
Vernetzung über Ländergrenzen hinweg
Ein weiteres positives Signal liefern die bisherigen Online-Wasserbüffel-Stammtische. An den ersten beiden digitalen Treffen nahmen jeweils 25-35 Interessierte aus ganz Deutschland, Österreich und zuletzt sogar aus Schweden teil. Der Austausch zeigt: Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit der Arbeit mit Wasserbüffeln – sowohl aus ökologischen als auch aus landwirtschaftlichen Gründen. Dabei ist der Wasserbüffel keineswegs ein „neues“ Tier: Er ist länger domestiziert als das Rind und seit vielen Jahrzehnten auch in Europa heimisch.
Interesse am nächsten Online-Stammtisch? 📩 Kontakt: info@moorbueffel.de
Medienberichte zum Moorbüffel-Projekt
Wer tiefer in die Ziele, Hintergründe und Akteure des Projekts eintauchen möchte, findet weitere Informationen in diesen beiden Beiträgen:
Deutschlandfunk Kultur: Wasserbüffel – neue Wege beim Schutz der Moore
https://www.deutschlandfunkkultur.de/wasserbueffel-neue-wege-beim-schutz-der-moore-100.html
ZDF Mittagsmagazin: Klimaschutz mit Wasserbüffeln
https://www.zdf.de/video/magazine/zdf-mittagsmagazin-104/klima-klimawandel-wasserbueffel-100
Blick nach vorn:
Erste Produkte in Planung
Für 2026 ist die erste Verarbeitung und Vermarktung von Brandenburger Wasserbüffelfleisch geplant. Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner Handfest eGmbH sollen unter anderem:
- Wasserbüffel-Bolognese
- Wasserbüffel-Gulasch
in Mehrweg-Gläsern angeboten werden. Denn klar ist: Nur wenn es einen verlässlichen Absatzmarkt gibt, lohnt sich die Ausweitung der Wasserbüffelhaltung auf Moorflächen – und nur dann kann das Projekt langfristig Wirkung für Klima, Landwirtschaft und regionale Ernährung entfalten.
Terminankündigung: Tagung Wasserbüffel von der Weide bis zur Wertschöpfung
WAS: Tagung zu Perspektiven für Haltung, Schlachtung und Vermarktung in Brandenburg
WANN: 25. März 2026
WO: Oranienburg
Die Tagung richtet sich an Landwirt:innen, Fachleute, Gastronom:innen und alle, die sich für Moorwiedervernässung, Wasserbüffelhaltung und nachhaltige Ernährung interessieren. Hier gibt es mehr Infos.
Mitmachen erwünscht: Gastronomie & Landwirtschaft
Das Moorbüffel-Projekt sucht engagierte Gastronom:innen, Kantinen und Außer-Haus-Verpfleger, die im Herbst an den ersten Brandenburger Wasserbüffel-Wochen teilnehmen wollen. Auch Landwirt:innen, die sich für das Projekt interessieren oder an den Online-Stammtischen teilnehmen wollen, können sich gerne melden.
📩 Kontakt: info@moorbueffel.de
Informiert bleiben? Folgt dem Moorbüffel-Projekt auf Instagram oder Facebook und ab Februar auf der eigenen Projekt-Webseite www.moorbueffel.de

